Frank-Walter Steinmeier besucht BASF SE

Veröffentlicht am 11.02.2012 in Wirtschaftspolitik

Den Besuch von Frank-Walter Steinmeier, dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, bei der BASF SE begann die Firma mit einer Fahrt über den Rhein nach Mannheim: Dort galt die Aufmerksamkeit der Ausstellung „Marketplace of Innovation – We create chemistry" auf dem Maimarktgelände. Mit dabei waren Mitglieder der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Technologie der Fraktion. Doris Barnett hatte den Besuch in ihrem Wahlkreis angeregt. Bevor es zu einem Gespräch mit Vertretern der Firma ging, wurden neueste Ergebnisse der firmeninternen Forschung präsentiert. Die Besucher, unter ihnen auch der ehemalige Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee und die Ludwigshafener Landtagsabgeordneten Günther Ramsauer und Anke Simon, nutzten die Gelegenheit, hautnah an die Produkte heranzugehen.

Am zweiten Tag ihres Besuchs in der Pfalz informierten sich die Abgeordneten der AG Wirtschaft und Technologie bei den Unternehmen Pfalz Flugzeugwerke und der Joseph Vögele AG. PFW Aerospace beschäftigt weltweit 2.200 Mitarbeiter, davon 1200 in Speyer. An diesem Standort werden hauptsächlich Rohre produziert, in denen Materien im Flugzeug transportiert werden. Die verwendeten Materialien sind Aluminium und Titan. Auf sein qualifiziertes Ausbildungsprogramm ist das Unternehmen besonders stolz: Zur Zeit werden 60 Bundeswehrsoldaten zu Fluggerätemechanikern ausgebildet.
Die Zukunft des Standorts sehen die Vorstände Marr und Fischer sowie Betriebsratsvorsitzender Heinrich bei Entwicklung und Design, auch um sich künftig auf dem stark von Monopolisten geprägten Markt zu halten. Bei einem ausführlichen Gespräch und Rundgang durch die Produktionshallen wurde die Notwendigkeit einer aktiven Industriepolitik angesprochen. Sie soll die mittelständischen Unternehmen in Deutschland dabei unterstützen, mit ihren hochwertigen und ausgefeilten Produkten auf dem Weltmarkt zu bestehen.

Eine ähnliche Meinung war beim Besuch des Ludwigshafener Standorts der Jospeh Vögele AG zu hören. Das Unternehmen gehört zur Wirtgen Group, die 5.000 Menschen beschäftigt, davon 1.000 am Standort Ludwigshafen. Mit vier Werksneubauten in den letzten Jahren bekennt sich das Unternehmen eindeutig zum Standort Deutschland. Die Wirtgen Group bildet 200 Jugendliche aus.Als Besonderheit wurde herausgestellt, dass selbst im schwierigen Krisenjahr 2009 die Belegschaft gehalten werden konnte. Positiv am Standort Deutschland, so Dr. Pawlik und Herr Wirtgen, seien besonders die stabile Infrastruktur und die qualifizierten Mitarbeiter, auch die faire Steuergesetzgebung, z.B. bei der Nachfolgeregelung für Unternehmen. Negativ beurteilt wurden übermäßige Bürokratie und Komplexität im Steuer- und Baurecht, außerdem gäbe die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen Anlass zur Sorge.

 

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