SPD-Landesliste gewählt

Veröffentlicht am 28.04.2013 in Pressemitteilung

Gemeinsam mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gab die SPD Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen den Startschuss für den Bundestagswahlkampf. Rund 400 gewählte Vertreterinnen und Vertreter der SPD aus ganz Rheinland-Pfalz stimmten dort über die Landesliste für die anstehenden Bundestagswahl im September ab. Dazu erklärte der SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz: „Wir können wieder eine starke Liste vorlegen, die gewährleistet, dass die SPD Rheinland-Pfalz auch im nächsten Bundestag gut vertreten wird."

"Die Landesliste vereinbart langjährige Erfahrung mit einigen jungen Gesichtern, die großes Potential haben und frischen Wind nach Berlin mitbringen werden. So sind wir bestens für die Bundestagswahl im September aufgestellt“, so Lewentz weiter.

Anbei die Kandidatinnen und Kandidaten in der Reihenfolge ihrer Listenplätze:

Listenplatz 1: Andrea Nahles, MdB, Ahrweiler
Listenplatz 2: Gustav Herzog, MdB, Kaiserslautern
Listenplatz 3: Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdB, Neuwied
Listenplatz 4: Michael Hartmann, MdB, Mainz
Listenplatz 5: Doris Barnett, MdB, Ludwigshafen
Listenplatz 6: Thomas Hitschler, Südpfalz
Listenplatz 7: Dr. Katarina Barley, Trier
Listenplatz 8: Detlev Pilger, Koblenz
Listenplatz 9: Gabi Weber, Montabaur
Listenplatz 10: Marcus Held, Worms
Listenplatz 11: Angelika Glöckner, Pirmasens
Listenplatz 12: Fritz Rudolf Körper, MdB, Kreuznach
Listenplatz 13: Heike Mrosek-Handwerk, Neustadt-Speyer
Listenplatz 14: Jens Jenssen, Bitburg
Listenplatz 15: Anja Bindges, Mosel/Rhein-Hunsrück

 

Unser Abgeordneter für die Vorderpfalz

Christian Schreider heißt er, den Wahlkreis Ludwigshafen-Frankenthal gewonnen hat er und sich in Berlin für unsere Region einsetzen wird er. Wir bedanken uns bei allen Wählerinnen und Wählern für ihre Stimmen!

Historisches: Organisationen der Arbeiterbewegung

Zur SPD gehörte einst, wenn auch nicht organisatorisch, so doch ideell und personell verbunden, ein ganzes Bündel von Massenorganisationen – Bestandteile der Arbeiterbewegung, die der Masse der Werktätigen das ermöglichen sollten, was dem Einzelnen nicht möglich war. Vom Ich zum Wir! Ein anderer Beweggrund war, den bürgerlich geprägten Vereinen proletarische Organisationen entgegenzustellen.

Besonders deutlich wird das zum Beispiel bei dem „Touristenverein Die Naturfreunde“, dessen erste zarte Keime sich schon seit 1895 erhoben. Die Naturfreunde verstehen sich immer noch ausdreücklich als ein politischer Freizeitverband sowie ein Gegengewicht zum bürgerlichen Deutschen Jugendherbergswerk und bieten entsprechende Bildungsveranstaltungen in ihren etwa 400 Naturfreundehäusern.

Als „Selbsthilfe der Arbeiterschaft“ hat Friedrich Ebert einmal die am 13. Dezember 1919 von Marie Juchacz, SPD-Abgeordnete der NAtionalversammlung, gegründete Arbeiterwohlfahrt bezeichnet. Heute ist sie einer der sechs großen Wohlfahrtsverbände in Deutschland und betreibt Heime aller Art, Auskunfts- und Beratungsstellen, Altenclubs, Selbsthilfegruppen und vieles mehr.

Ebenso ein Teil der Arbeiterbewegung war ursprünglich der Arbeiter-Samariter-Bund. Seine Keimzelle lag in Erkner bei Berlin. Nach einem Unfall, bei dem mehrere Arbeiter verunglückten, beschlossen sechs Berliner Zimmerleute, einen kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs für Arbeiter zu organisieren. Heute ist der ASB eine der großen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen in Deutschland und ist mit zahlreichen Schwesterorganisationen in den meisten europäischen Ländern international verbunden.

Neben diesen drei herausragenden Beispielen gab es im Umfeld der SPD und der mit ihr verbündeten Gewerkschaften – vor der Nazizeit im ADGB, heute im DGB – eine vielfältige Vereinswelt an Arbeiterchören, Arbeiter-Sportvereinen, Bildungsvereinen, Baugenossenschaften und so weiter, die 1933 völlig zerstört worden und nach dem Krieg kaum noch wiederbelebt wurde.

Eine Ausnahme ist das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Kampfverband für Republik, Demokratie und Grundrechte, gegründet 1924! Ins Leben gerufen wurde das Reichsbanner als republikanisch-demokratisches Gegengewicht zu den links- und rechtsradikalen Frontkämpferbünden „Roter Frontkämpferbund“ (KPD-nah), „Stahlhelm“ (DNVP-nah) sowie der zum NSDAP-Organisationsbestand gehörenden SA. Die Gründer des Reichsbanners kamen aus den drei uneingeschränkt staatstragenden Parteien der Weimarer Koalition, der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP), dem katholischen Zentrum (Z) sowie vor allem und mit starkem Übergewicht der SPD. 1933 umgehend von den Nationalsozialisten verboten und aufgelöst, wurde das Reichsbanner 1953 wiedergegründet und existiert heute als Organisation der politischen Bildung sowie als Traditionsträger des alten Reichsbanners von vor 1933.