„Essen mit Genuss – geht das noch? Verbraucherschutz beginnt mit Tierschutz und guten Produkten.“

Veröffentlicht am 24.04.2013 in Energie und Umwelt

Doris Barnett (MdB) und Heinz Paula (MdB) laden im Namen der SPD-Bundestagsfraktion ein zum Informationsabend „Fraktion vor Ort“:
„Essen mit Genuss – geht das noch? Verbraucherschutz beginnt mit Tierschutz und guten Produkten.“

Donnerstag, 2. Mai ab 18.30 Uhr
in der Friedenshalle Großniedesheim.

Die Kette von Lebensmittelskandalen in Deutschland, aber auch in Europa, reißt nicht ab. Nach den neuesten Meldungen über falsch deklarierte tierische Produkte ist es auch den Menschen bei uns in der Region Vorderpfalz, dem „Gemüsegarten“ von Rheinland-Pfalz, wichtig zu wissen, was auf den Teller kommt.

Der Pferdefleisch-Betrug hat erneut gezeigt: Die Konsumenten werden nicht wirklich aufgeklärt, dafür kommen aber die schwarzen Schafe in der Lebensmittelwirtschaft allzu oft ungeschoren davon. Deshalb muss man die schwarz-gelbe Bundesregierung fragen, ob sie tatsächlich den Interessen der Wirtschaft Vorrang vor dem Verbraucherschutz einräumt. Als Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion halten wir es für problematisch, gleichzeitig die Anliegen von Anbietern und Abnehmern in einem Ministerium zu vertreten.

Die Bundestagsabgeordneten Doris Barnett und Heinz Paula laden Sie herzlich ein, sich aktiv einzubringen, mitzudiskutieren und uns Ihre Vorstellungen und Ideen für gesündere Nahrungsmittel darzustellen:
Am Donnerstag, 2. Mai ab 18.30 Uhr in der Friedenshalle Großniedesheim.

Als Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Tierschutzbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion spricht zunächst Heinz Paula zum Thema „Tierschutz und gute Lebensmittel für alle: wie geht das zusammen?“

Es folgt ein Referat der Leiterin der Abteilung Tiermedizin im Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz, Frau Dr. med. Gabriele Luhofer mit dem Titel „Staat, Verbraucher & Co: Jäger oder Gejagte?“

Anke Simon, Landtagsabgeordnete und Verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion spricht zum Thema: „Reichen unsere Gesetze im Verbraucherschutz?“.

Im Anschluss stehen die ReferentInnen für Fragen und zur weiteren Diskussion zur Verfügung.

 

Aktuelle Termine

Alle Termine öffnen.

24.08.2019, 11:00 Uhr - 13:30 Uhr
Rotes Frühstück der SPD Ludwigshafen


22.09.2019 - 22.09.2019
Pfalztreffen der SPD


28.09.2019, 11:00 Uhr - 13:30 Uhr
Rotes Frühstück der SPD Ludwigshafen


26.10.2019, 11:00 Uhr - 13:30 Uhr
Rotes Frühstück der SPD Ludwigshafen


30.11.2019, 11:00 Uhr - 30.11.2019
Rotes Frühstück der SPD Ludwigshafen
Nikolaus.


Zum gesamten Kalender ...

Interessante Links

Vertreten nicht immer unsere Meinung, meistens sogar nicht, sind aber intelligent und streitbar und immer wert zu lesen: Die Nachdenkseiten, herausgegeben von Albrecht Müller.

Sozialdemokratie und studentische Verbindungen – ja geht denn das zusammen? Für viele von uns sind die Korporationen ein rotes Tuch – zum Teil zu Recht. Dennoch gab und gibt es auch in der SPD eine ganze Reihe zum Teil recht bekannter Genossen, die Mitglieder in Studentenverbindungen waren oder sind, angefangen mit Ferdinand Lassalle. Vor einiger Zeit hat sich nun eine Arbeitsgemeinschaft korporierter Sozialdemokratinnen (!) und Sozialdemokraten gegründet, der Lassalle-Kreis, der für Verständigung und Aufklärung sorgen will – bei Verbindungen und in der Partei. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber zumindest ein interessantes Experiment.

Wir sind eine Partei, die auf einer wissenschaftlich begründeten Weltanschauung fußt, wir sind eine Programmpartei, wir sind eine Partei mit 150 Jahren Geschichte und wir sind eine Partei, die sich die politische Bildung ihrer Mitglieder, aber auch jedes mündigen Bürgers auf ihre Fahnen geschrieben hat. Es sei daher hier noch auf eine weitere Institution hingewiesen, die uns bei unserer politischen Bildungsarbeit seit langem begleitet und unterstützt: die traditionsreiche Friedrich-Ebert-Stiftung mit ihren zahlreichen Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Stipendien, einer Bibliothek und dem Archiv der sozialen Demokratie.

Historisches: Organisationen der Arbeiterbewegung

Zur SPD gehörte einst, wenn auch nicht organisatorisch, so doch ideell und personell verbunden, ein ganzes Bündel von Massenorganisationen – Bestandteile der Arbeiterbewegung, die der Masse der Werktätigen das ermöglichen sollten, was dem Einzelnen nicht möglich war. Vom Ich zum Wir! Ein anderer Beweggrund war, den bürgerlich geprägten Vereinen proletarische Organisationen entgegenzustellen.

Besonders deutlich wird das zum Beispiel bei dem „Touristenverein Die Naturfreunde“, dessen erste zarte Keime sich schon seit 1895 erhoben. Die Naturfreunde verstehen sich immer noch ausdreücklich als ein politischer Freizeitverband sowie ein Gegengewicht zum bürgerlichen Deutschen Jugendherbergswerk und bieten entsprechende Bildungsveranstaltungen in ihren etwa 400 Naturfreundehäusern.

Als „Selbsthilfe der Arbeiterschaft“ hat Friedrich Ebert einmal die am 13. Dezember 1919 von Marie Juchacz, SPD-Abgeordnete der NAtionalversammlung, gegründete Arbeiterwohlfahrt bezeichnet. Heute ist sie einer der sechs großen Wohlfahrtsverbände in Deutschland und betreibt Heime aller Art, Auskunfts- und Beratungsstellen, Altenclubs, Selbsthilfegruppen und vieles mehr.

Ebenso ein Teil der Arbeiterbewegung war ursprünglich der Arbeiter-Samariter-Bund. Seine Keimzelle lag in Erkner bei Berlin. Nach einem Unfall, bei dem mehrere Arbeiter verunglückten, beschlossen sechs Berliner Zimmerleute, einen kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs für Arbeiter zu organisieren. Heute ist der ASB eine der großen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen in Deutschland und ist mit zahlreichen Schwesterorganisationen in den meisten europäischen Ländern international verbunden.

Neben diesen drei herausragenden Beispielen gab es im Umfeld der SPD und der mit ihr verbündeten Gewerkschaften – vor der Nazizeit im ADGB, heute im DGB – eine vielfältige Vereinswelt an Arbeiterchören, Arbeiter-Sportvereinen, Bildungsvereinen, Baugenossenschaften und so weiter, die 1933 völlig zerstört worden und nach dem Krieg kaum noch wiederbelebt wurde.

Eine Ausnahme ist das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Kampfverband für Republik, Demokratie und Grundrechte, gegründet 1924! Ins Leben gerufen wurde das Reichsbanner als republikanisch-demokratisches Gegengewicht zu den links- und rechtsradikalen Frontkämpferbünden „Roter Frontkämpferbund“ (KPD-nah), „Stahlhelm“ (DNVP-nah) sowie der zum NSDAP-Organisationsbestand gehörenden SA. Die Gründer des Reichsbanners kamen aus den drei uneingeschränkt staatstragenden Parteien der Weimarer Koalition, der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP), dem katholischen Zentrum (Z) sowie vor allem und mit starkem Übergewicht der SPD. 1933 umgehend von den Nationalsozialisten verboten und aufgelöst, wurde das Reichsbanner 1953 wiedergegründet und existiert heute als Organisation der politischen Bildung sowie als Traditionsträger des alten Reichsbanners von vor 1933.