AG Wirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion auf Einladung von MdB Doris Barnett zu Gast in Ludwigshafen

Veröffentlicht am 23.01.2012 in Wirtschaftspolitik

Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Doris Barnett kommt die Arbeitsgruppe Wirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion am Dienstag, 31.01. und Mittwoch, 01.02. zu einem Informationsbesuch nach Ludwigshafen und Umgebung. Mitglieder der Besuchergruppe sind Garrelt Duin, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, und der ehemalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Außerdem werden die Abgeordneten Andrea Wicklein, Ingo Egloff, Manfred Nink, Gustav Herzog und Stefan Rebmann erwartet.

Zusammen mit dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Frank Walter Steinmeier besuchen die Gäste zunächst am 31.01. die BASF sowohl am Standort Ludwigshafen als auch in Limburgerhof. Am Mittwoch wird Doris Barnett den Gästen zwei innovative und erfolgreiche Unternehmen aus der Region vorstellen: die PfW Aerospace in Speyer sowie die Joseph Vögele AG in Ludwigshafen-Rheingönheim. "Die Gestaltung einer modernen Industriepolitik in Deutschland ist für die SPD ein wichtiges Anliegen und hat hohe Priorität", erklärt die Ludwigshafener SPD-Politikerin. "Deshalb ist ein Blick in Unternehmen, die Treiber von Innovation sind und für zukunftssichere Arbeitsplätze stehen, immer wieder notwendig. Ich freue mich, dass diese Betriebsbesuche in meiner Heimatregion erfolgen", so Doris Barnett.

 

Unser Abgeordneter für die Vorderpfalz

Christian Schreider heißt er, den Wahlkreis Ludwigshafen-Frankenthal gewonnen hat er und sich in Berlin für unsere Region einsetzen wird er. Wir bedanken uns bei allen Wählerinnen und Wählern für ihre Stimmen!

Historisches: Organisationen der Arbeiterbewegung

Zur SPD gehörte einst, wenn auch nicht organisatorisch, so doch ideell und personell verbunden, ein ganzes Bündel von Massenorganisationen – Bestandteile der Arbeiterbewegung, die der Masse der Werktätigen das ermöglichen sollten, was dem Einzelnen nicht möglich war. Vom Ich zum Wir! Ein anderer Beweggrund war, den bürgerlich geprägten Vereinen proletarische Organisationen entgegenzustellen.

Besonders deutlich wird das zum Beispiel bei dem „Touristenverein Die Naturfreunde“, dessen erste zarte Keime sich schon seit 1895 erhoben. Die Naturfreunde verstehen sich immer noch ausdreücklich als ein politischer Freizeitverband sowie ein Gegengewicht zum bürgerlichen Deutschen Jugendherbergswerk und bieten entsprechende Bildungsveranstaltungen in ihren etwa 400 Naturfreundehäusern.

Als „Selbsthilfe der Arbeiterschaft“ hat Friedrich Ebert einmal die am 13. Dezember 1919 von Marie Juchacz, SPD-Abgeordnete der NAtionalversammlung, gegründete Arbeiterwohlfahrt bezeichnet. Heute ist sie einer der sechs großen Wohlfahrtsverbände in Deutschland und betreibt Heime aller Art, Auskunfts- und Beratungsstellen, Altenclubs, Selbsthilfegruppen und vieles mehr.

Ebenso ein Teil der Arbeiterbewegung war ursprünglich der Arbeiter-Samariter-Bund. Seine Keimzelle lag in Erkner bei Berlin. Nach einem Unfall, bei dem mehrere Arbeiter verunglückten, beschlossen sechs Berliner Zimmerleute, einen kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs für Arbeiter zu organisieren. Heute ist der ASB eine der großen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen in Deutschland und ist mit zahlreichen Schwesterorganisationen in den meisten europäischen Ländern international verbunden.

Neben diesen drei herausragenden Beispielen gab es im Umfeld der SPD und der mit ihr verbündeten Gewerkschaften – vor der Nazizeit im ADGB, heute im DGB – eine vielfältige Vereinswelt an Arbeiterchören, Arbeiter-Sportvereinen, Bildungsvereinen, Baugenossenschaften und so weiter, die 1933 völlig zerstört worden und nach dem Krieg kaum noch wiederbelebt wurde.

Eine Ausnahme ist das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Kampfverband für Republik, Demokratie und Grundrechte, gegründet 1924! Ins Leben gerufen wurde das Reichsbanner als republikanisch-demokratisches Gegengewicht zu den links- und rechtsradikalen Frontkämpferbünden „Roter Frontkämpferbund“ (KPD-nah), „Stahlhelm“ (DNVP-nah) sowie der zum NSDAP-Organisationsbestand gehörenden SA. Die Gründer des Reichsbanners kamen aus den drei uneingeschränkt staatstragenden Parteien der Weimarer Koalition, der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP), dem katholischen Zentrum (Z) sowie vor allem und mit starkem Übergewicht der SPD. 1933 umgehend von den Nationalsozialisten verboten und aufgelöst, wurde das Reichsbanner 1953 wiedergegründet und existiert heute als Organisation der politischen Bildung sowie als Traditionsträger des alten Reichsbanners von vor 1933.