AfA-Sprecher Holger Scharff: Mindestlohnerhöhung nicht ausreichend – Kontrollen müssen verschärft werden

Veröffentlicht am 06.07.2018 in Arbeit

„Die derzeit beschlossene Erhöhung des Mindestlohnes ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein und keine Lösung, die einem Menschen, der acht Stunden arbeitet, gerecht wird“, so der Vorsitzende des AfA-Unterbezirks Vorderpfalz in der SPD, Holger Scharff.

Der Mindestlohn muss durch eine gesetzliche Regelung auf eine Höhe gebracht werden, die auch Altersarmut im Rentenalter verhindert.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kontrolle. Jeder Arbeitgeber muss täglich damit rechnen, dass die Einhaltung des Mindestlohnes kontrolliert wird. Die Umgehungstatbestände wie Richtzeiten, Anrechnung von Trinkgeldern und vieles mehr müssen wirksam unterbunden werden so Scharff weiter.

„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten sich nicht ausnutzen lassen und sich wehren, wenn sie nicht mindestens den Mindestlohn erhalten oder aber ohne Zahlung länger arbeiten müssen, um zum Beispiel die zu putzende Fläche zu reinigen. Sein Recht in Anspruch zu nehmen ist kein Kündigungsgrund – auch dagegen kann man sich wehren.“