Gelunge Öffentlichkeitsarbeit: Der Schloss-Presse-Dienst

Veröffentlicht am 06.12.2010 in Ortsverein

Vor mehr als 30 Jahren wurde den Maudacher Bürgern „eine Zeitung für Maudach" vorgestellt, der Schloss Presse Dienst.

„Die Zeitung ist ein Versuch neben der Berichterstattung der Tageszeitung und der überregionalen Presse
breiten Raum für Maudacher Probleme, Maudacher Geschehnisse einzuräumen“
, so die Verfasser
der ersten Ausgabe.

Das Konzept wurde bis heute in den wesentlichen Punkten beibehalten. Mit Artikeln der SPD- Fraktion aus dem Ortsbeirat und Stadtrat von Ludwigshafen, mit Fotos aus Maudach, Terminen, Meldungen und auch mit Infos aus der Bundespolitik werden die Leser aktuell informiert. "Dabei ist uns wichtig, dass nicht nur Politik im Vordergrund steht, sondern auch über Aktuelles aus Maudach, zum Beispiel über Termine, von Vereinen berichtet wird. Mit Fotos werden auch unsere „Aktiven“ und Kandidaten bekannt gemacht." Wer sind bzw. waren die Macher des Blättchens ? Im Impressum von 1977 finden sich die Namen von zwei „Urmaudacher“, Wolfgang van Vliet (damals 19 Jahre alt) und Günther Ramsauer damals 28 Jahre alt. Heute besteht das Redaktionsteam aus Wolfgang Emig, Andreas Westermann, Jürgen Bott und Christian Saal. Formales
  • Die Stadtteilzeitung erscheint regelmäßig nach der Ortsbeiratssitzung, also 3- 4 mal im Jahr.
  • Die Auflage des Blättchens liegt bei 3.300 Exemplaren, die durch 20 ehrenamtl. Helfer aus dem Ortsverein Maudach verteilt werden.
  • Seit 2001 gibt es eine Ausgabe im Internet : www.spdmaudach.de
 

Aktuelle Termine

Alle Termine öffnen.

22.03.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Macht der Kapitalismus unseren Sozialstaat kaputt?
Kevin Kühnert diskutiert im Kamingespräch.


23.03.2019, 11:00 Uhr - 13:30 Uhr
Rotes Frühstück der SPD Ludwigshafen
mit Vorstellung aller Stadtratskandidaten.


20.04.2019
Ostereierverteilaktion


04.05.2019, 11:00 Uhr - 13:30 Uhr
Rotes Frühstück der SPD Ludwigshafen
Europafrühstück mit Musik.


11.05.2019
Muttertagsaktion


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Vertreten nicht immer unsere Meinung, meistens sogar nicht, sind aber intelligent und streitbar und immer wert zu lesen: Die Nachdenkseiten, herausgegeben von Albrecht Müller.

Sozialdemokratie und studentische Verbindungen – ja geht denn das zusammen? Für viele von uns sind die Korporationen ein rotes Tuch – zum Teil zu Recht. Dennoch gab und gibt es auch in der SPD eine ganze Reihe zum Teil recht bekannter Genossen, die Mitglieder in Studentenverbindungen waren oder sind, angefangen mit Ferdinand Lassalle. Vor einiger Zeit hat sich nun eine Arbeitsgemeinschaft korporierter Sozialdemokratinnen (!) und Sozialdemokraten gegründet, der Lassalle-Kreis, der für Verständigung und Aufklärung sorgen will – bei Verbindungen und in der Partei. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber zumindest ein interessantes Experiment.

Wir sind eine Partei, die auf einer wissenschaftlich begründeten Weltanschauung fußt, wir sind eine Programmpartei, wir sind eine Partei mit 150 Jahren Geschichte und wir sind eine Partei, die sich die politische Bildung ihrer Mitglieder, aber auch jedes mündigen Bürgers auf ihre Fahnen geschrieben hat. Es sei daher hier noch auf eine weitere Institution hingewiesen, die uns bei unserer politischen Bildungsarbeit seit langem begleitet und unterstützt: die traditionsreiche Friedrich-Ebert-Stiftung mit ihren zahlreichen Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Stipendien, einer Bibliothek und dem Archiv der sozialen Demokratie.

Historisches: Organisationen der Arbeiterbewegung

Zur SPD gehörte einst, wenn auch nicht organisatorisch, so doch ideell und personell verbunden, ein ganzes Bündel von Massenorganisationen – Bestandteile der Arbeiterbewegung, die der Masse der Werktätigen das ermöglichen sollten, was dem Einzelnen nicht möglich war. Vom Ich zum Wir! Ein anderer Beweggrund war, den bürgerlich geprägten Vereinen proletarische Organisationen entgegenzustellen.

Besonders deutlich wird das zum Beispiel bei dem „Touristenverein Die Naturfreunde“, dessen erste zarte Keime sich schon seit 1895 erhoben. Die Naturfreunde verstehen sich immer noch ausdreücklich als ein politischer Freizeitverband sowie ein Gegengewicht zum bürgerlichen Deutschen Jugendherbergswerk und bieten entsprechende Bildungsveranstaltungen in ihren etwa 400 Naturfreundehäusern.

Als „Selbsthilfe der Arbeiterschaft“ hat Friedrich Ebert einmal die am 13. Dezember 1919 von Marie Juchacz, SPD-Abgeordnete der NAtionalversammlung, gegründete Arbeiterwohlfahrt bezeichnet. Heute ist sie einer der sechs großen Wohlfahrtsverbände in Deutschland und betreibt Heime aller Art, Auskunfts- und Beratungsstellen, Altenclubs, Selbsthilfegruppen und vieles mehr.

Ebenso ein Teil der Arbeiterbewegung war ursprünglich der Arbeiter-Samariter-Bund. Seine Keimzelle lag in Erkner bei Berlin. Nach einem Unfall, bei dem mehrere Arbeiter verunglückten, beschlossen sechs Berliner Zimmerleute, einen kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs für Arbeiter zu organisieren. Heute ist der ASB eine der großen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen in Deutschland und ist mit zahlreichen Schwesterorganisationen in den meisten europäischen Ländern international verbunden.

Neben diesen drei herausragenden Beispielen gab es im Umfeld der SPD und der mit ihr verbündeten Gewerkschaften – vor der Nazizeit im ADGB, heute im DGB – eine vielfältige Vereinswelt an Arbeiterchören, Arbeiter-Sportvereinen, Bildungsvereinen, Baugenossenschaften und so weiter, die 1933 völlig zerstört worden und nach dem Krieg kaum noch wiederbelebt wurde.

Eine Ausnahme ist das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Kampfverband für Republik, Demokratie und Grundrechte, gegründet 1924! Ins Leben gerufen wurde das Reichsbanner als republikanisch-demokratisches Gegengewicht zu den links- und rechtsradikalen Frontkämpferbünden „Roter Frontkämpferbund“ (KPD-nah), „Stahlhelm“ (DNVP-nah) sowie der zum NSDAP-Organisationsbestand gehörenden SA. Die Gründer des Reichsbanners kamen aus den drei uneingeschränkt staatstragenden Parteien der Weimarer Koalition, der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP), dem katholischen Zentrum (Z) sowie vor allem und mit starkem Übergewicht der SPD. 1933 umgehend von den Nationalsozialisten verboten und aufgelöst, wurde das Reichsbanner 1953 wiedergegründet und existiert heute als Organisation der politischen Bildung sowie als Traditionsträger des alten Reichsbanners von vor 1933.