17.09.2016 in Internationales

Ablehnung von CETA – Aufforderung an die Delegierten des Parteikonvents

 

Der Vorsitzende der SPD Vorderpfalz, Martin Wegner, fordert die rheinland-pfälzischen Delegierten des SPD Parteikonvents in Wolfsburg dazu auf, dass diese am kommenden Montag gegen das Freihandelsabkommen Ceta stimmen. Das Abkommen liegt mit über 1.600 Seiten nach der Rechtsförmlichkeitsprüfung erst seit dem 7. 5. 2016 in deutscher Sprache vor. Über eine umfangreiche Auswertung der SPD verfügen die Parteimitglieder erst seit dem 4. 8. 2016 (Ferienzeit).

07.12.2015 in Internationales

campact-Aktivisten übergeben offenen Brief an SPD Vorderpfalz

 

Am 7. 12. 2015 um 11 Uhr überreichten rund 60 campact-Aktive einen offenen Brief vor der Geschäftsstelle der SPD Vorderpfalz. In dem Brief wenden sie sich gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Der Brief ist an die vorderpfälzischen Delegierten zum
SPD-Bundesparteitag gerichtet. Den offenen Brief nahmen die beiden Parteitags-Delegierten Doris Barnett (MdB), Anke Simon (MdL) und der Vorsitzende der SPD Vorderpfalz, Martin Wegner, entgegen.

Unser Kandidat für die Vorderpfalz

Christian Schreider heißt er, den Wahlkreis Ludwigshafen-Frankenthal gewinnen will er und sich in Berlin für unsere Region einsetzen. Geben  Sie ihm am 26. September 2021 Ihr Vertrauen und Ihre Erststimme – und damit Olaf Scholz Kanzler werden kann, geben Sie der SPD Ihre Zweitstimme.

Historisches: Organisationen der Arbeiterbewegung

Zur SPD gehörte einst, wenn auch nicht organisatorisch, so doch ideell und personell verbunden, ein ganzes Bündel von Massenorganisationen – Bestandteile der Arbeiterbewegung, die der Masse der Werktätigen das ermöglichen sollten, was dem Einzelnen nicht möglich war. Vom Ich zum Wir! Ein anderer Beweggrund war, den bürgerlich geprägten Vereinen proletarische Organisationen entgegenzustellen.

Besonders deutlich wird das zum Beispiel bei dem „Touristenverein Die Naturfreunde“, dessen erste zarte Keime sich schon seit 1895 erhoben. Die Naturfreunde verstehen sich immer noch ausdreücklich als ein politischer Freizeitverband sowie ein Gegengewicht zum bürgerlichen Deutschen Jugendherbergswerk und bieten entsprechende Bildungsveranstaltungen in ihren etwa 400 Naturfreundehäusern.

Als „Selbsthilfe der Arbeiterschaft“ hat Friedrich Ebert einmal die am 13. Dezember 1919 von Marie Juchacz, SPD-Abgeordnete der NAtionalversammlung, gegründete Arbeiterwohlfahrt bezeichnet. Heute ist sie einer der sechs großen Wohlfahrtsverbände in Deutschland und betreibt Heime aller Art, Auskunfts- und Beratungsstellen, Altenclubs, Selbsthilfegruppen und vieles mehr.

Ebenso ein Teil der Arbeiterbewegung war ursprünglich der Arbeiter-Samariter-Bund. Seine Keimzelle lag in Erkner bei Berlin. Nach einem Unfall, bei dem mehrere Arbeiter verunglückten, beschlossen sechs Berliner Zimmerleute, einen kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs für Arbeiter zu organisieren. Heute ist der ASB eine der großen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen in Deutschland und ist mit zahlreichen Schwesterorganisationen in den meisten europäischen Ländern international verbunden.

Neben diesen drei herausragenden Beispielen gab es im Umfeld der SPD und der mit ihr verbündeten Gewerkschaften – vor der Nazizeit im ADGB, heute im DGB – eine vielfältige Vereinswelt an Arbeiterchören, Arbeiter-Sportvereinen, Bildungsvereinen, Baugenossenschaften und so weiter, die 1933 völlig zerstört worden und nach dem Krieg kaum noch wiederbelebt wurde.

Eine Ausnahme ist das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Kampfverband für Republik, Demokratie und Grundrechte, gegründet 1924! Ins Leben gerufen wurde das Reichsbanner als republikanisch-demokratisches Gegengewicht zu den links- und rechtsradikalen Frontkämpferbünden „Roter Frontkämpferbund“ (KPD-nah), „Stahlhelm“ (DNVP-nah) sowie der zum NSDAP-Organisationsbestand gehörenden SA. Die Gründer des Reichsbanners kamen aus den drei uneingeschränkt staatstragenden Parteien der Weimarer Koalition, der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP), dem katholischen Zentrum (Z) sowie vor allem und mit starkem Übergewicht der SPD. 1933 umgehend von den Nationalsozialisten verboten und aufgelöst, wurde das Reichsbanner 1953 wiedergegründet und existiert heute als Organisation der politischen Bildung sowie als Traditionsträger des alten Reichsbanners von vor 1933.